Digitale Systemkameras

Digitale Systemkamera mit Wechselojektiv

Funktionsweise: Systemkamera genau erklärt

Der Begriff Systemkamera wird von verschiedenen Herstellern in verschiedenen Zusammenhängen verwendet. Leider hat sich auf dem Markt noch kein verbindender Standard durchgesetzt. Einige Firmen wie Pansaonic z. B. benutzen den Namen als Abgrenzung zwischen digitalen Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiv und einem Sortiment an Fotoapparaten, die zwar ein Wechselobjektiv, aber keinen Spiegelreflexsucher besitzen.

Das ist jedoch sowohl historisch als auch formal nicht richtig, denn es gibt durchaus eine ganze Reihe von Systemkameras mit Spiegeln, auch wenn viele Baureihen wegen der Größe darauf verzichten. Diese werden dann in der Regel als spiegellose Systemkamera (MSC) oder kompakte Systemkameras (CSC), manchmal auch als spiegellose Kamera mit Wechselobjektiv (MILC) oder Kamera mit elektronischem Sucher und Wechselobjektiv (EVIL) bezeichnet.

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Grundsätzlich jedoch ist eine Systemkamera eine Kamera, die im Gegensatz zu der normalen Kompaktkamera austauschbare Komponenten besitzt. Die Kamera besteht also nicht aus einem Guss, sondern aus einem System verschiedener und frei kombinierbarer Teile und Zubehörkomponenten. Im einfachsten Fall ist dies nur die Halterung für ein externes Blitzlichtgerät und ein Wechselobjektiv, wie es bei vielen hochwertigen Spiegelreflexkameras der Fall ist. Es gibt jedoch auch Kameras, bei denen sich weit mehr Bestandteile ersetzen lassen, wie z.B. der Sucher, das Display oder sogar die Sensoren. Die Anfänge der Systemkameras reichen bis in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück, heute werden nahezu ausschließlich digitale Modelle produziert.

Eine besondere Unterkategorie sind die kompakten Systemkameras. Sie weisen einerseits eine kleine und handliche Bauweise auf, besitzen aber auf der anderen Seite ein wechselbares Objektiv.

Vor- und Nachteile

Die Vorteile eines austauschbaren Objektiv liegen klar auf der Hand: Es ist je nach Situation möglich, ein Tele- oder Weitwinkelobjektiv zu verwenden oder einen Filter z. B. für Farben oder UV-Licht einzusetzen. Andere Vorteile sind nicht ganz so offensichtlich aber mindestens ebenso wichtig. In der Regel sind die Schärfentiefe und die Bildqualität höher. Auch die Lichtempfindlichkeit ist verbessert. Dies liegt allerdings nicht an der Bauart der Systemkameras, sondern an den verwendeten Sensoren, die hochwertiger als diejenigen sind, die in Kompaktapparaten verbaut werden.

Ein weiterer Vorteil an einem System ist natürlich, dass defekte Bestandteile sehr viel leichter ausgewechselt und ersetzt werden können. Sollte beispielsweise das Blitzlichtgerät ausfallen, so kann mit wenigen Handgriffen ein externes angeschlossen werden. Umgekehrt ist es bei einem Wechsel der Kamera möglich, auch weiterhin seine einmal angeschafften Objektive zu verwenden. Nicht zuletzt können sie auch von verschiedenen Kameras benutzt werden.

Allerdings ist es auch notwendig, auf die wesentlichen Nachteile einzugehen. Da wäre zuerst einmal ganz klar und eindeutig der Preis, der bei einem guten Kamerasystem mit Zubehör den einer Kompaktkamera weit übersteigt. Dabei sollte jedoch berücksichtigt werden, dass die Ausstattung wie oben erwähnt bei einem Kamerawechsel weiter gebraucht werden kann (vorausgesetzt sie ist kompatibel).

Ein weiterer Punkt ist die Größe, auch die kleinste Systemkamera wird in diesem Punkt schon allein aus mechanischen und konstruktionstechnischen Gründen nicht mit einer Kompaktbauweise konkurrieren können. Erwähnt sei auch noch, dass einige Benutzer die Bedienung als deutlich schwerer empfinden. Dies hängt jedoch auch damit zusammen, dass solche Kameras schon von den Einstellungen und Möglichkeiten her auf Nutzer mit gehobenen Ansprüchen abzielen.

Wer profitiert von einer Systemkamera?

Sie eignet sich vor allem für alle Hobbyfotografen, die nicht nur Schnappschüsse aus der Hüfte machen, sondern ihren Fotoapparat oft, gerne und begeistert benutzen. Wer auf einfache Weise qualitativ gute Fotos machen will, sollte den Kauf einer Systemkamera zumindest überdenken. Sie bietet dem neugierigen Einsteiger viele Vorteile.

Ganz sicher geeignet sind sie vor allem für Amateurfotografen und Menschen, die Wert auf qualitativ hochwertige Fotos legen. Und für professionelle Fotografen nicht? Doch. Aber das muss ihnen nicht erklärt werden. Professionelle Fotografen arbeiten so oder so bereits ausschließlich mit Systemkameras.